Trau, schau, wem!

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 08 2022.

Vertrauen ist eine soziale Haltung, die in unsicheren oder risikohaften Situationen einer Handlung auftritt. Vertrauen beinhaltet die Überzeugung, dass darin keine Täuschung oder Unwahrheit liegt. Vertrauen und Misstrauen haben gemeinsam, dass Erwartungen an andere bestehen.

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«Trau keinem, der nie Partei genommen.» Gottfried Keller (1819 – 1890)

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 07 2022.

Die Schweizer Neutralität ist bewaffnet, dauernd und selbstgewählt. Von gewissen Kreisen wird die Verteidigung dieser Werte als Schwäche und Trittbrettfahrertum abgetan. Der Bundesrat sieht sich mit Unverständnis konfrontiert. Die Handlungen der Schweiz werden von anderen Staaten aufmerksamer beobachtet, als wir dies gemeinhin annehmen. Neutralität und Rüstungsexporte sorgen für hitzige und kontroverse Debatten in den nationalen Räten und in der Bevölkerung.

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Die Welt ist nicht geheizt

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 06 2022.

Die Neutralität der Schweiz ist international anerkannt. Allerdingst stellt der Krieg in der Ukraine die bestehende internationale und vor allem europäische Sicherheitsordnung infrage. Angesichts des russischen Angriffskriegs ist die Versuchung in gewissen politischen Kreisen gross, sich zu Waffenlieferungen an die Ukraine hinreissen zu lassen. Übereifer und Hektik sind gerade in der aktuellen Situation fehl am Platz. Die Schweizer Neutralitätspolitik ist dynamisch und ermöglicht bereits heute einen Handlungsspielraum.

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Die SOG nimmt Stellung

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 05 2022.

«Gewalt ist nie eine Lösung.» Wirklich? Gerade die Anwendung des Gewaltmonopols kann für Nationalstaaten von existentieller Bedeutung sein. Unsere postheroische Gesellschaft konnte den Krieg in der Ukraine nicht verhindern, während der Heroismus uns am empfindlichsten Punkt treffen kann: Er führt uns unsere eigene Unzulänglichkeit vor Augen.

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Leserbrief des SOG Präsidenten an das St. Galler Tagblatt

Als Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) bin ich enttäuscht über den Artikel und höchst irritiert über die Kritik am Besuch der Bundesrätin Viola Amherd an unserer Delegiertenversammlung in Frauenfeld vom 12. März. Der unseriöse Artikel, mit plakativen Vorwürfen an die Adresse der Politik und Armeekader, mag die Armeekritiker und Armeeabschaffer*innen freuen. Der pauschale Rundumschlag verunsichert jedoch die Mehrheit der Leser*innen in einer Zeit, in der das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zunimmt. Der Unmut der Offiziere dürfte sich wohl eher gegen Medien richten, die mit einer tendenziösen Berichterstattung die Milizarmee schwächen. Die SOG ist eine, wenn auch die stärkste, militärische Milizorganisation. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Chefin VBS der SOG, trotz dem vollen Terminkalender, ihre Ehre erweist, das rechnen wir ihr hoch an. Dem Journalisten sind einige Details entgangen. Protokollarisch wurde im Vorfeld der DV vereinbart, dass der Gastgeber die Bundesrätin nach dem Thurgauer Lied und vor dem statutarischen Teil verabschieden würde. Dass Frau Amherd bereits 20 Min vor Beginn der DV eingetroffen ist, sich Zeit genommen hat, Offiziere, Gäste und Politiker*innen persönlich zu begrüssen und nach dem Verlassen durch den zweiten(!) Hauptausgang diverse Interviews, inkl. SRF, gegeben hat, wird geflissentlich ausgeblendet.

In meiner Funktion kann und möchte ich zu weiteren Aussagen im gleichen Artikel nicht detailliert Stellung nehmen. Nur, Gerüchte zu verbreiten ist schädlich und falsche Aussagen werden nicht wahrer, wenn sie öfter wiederholt werden.

Ein guter Artikel sollte für die Leserinnen und Leser einen Mehrwert an Information bringen. Diesen kann ich beim besten Willen nicht annähernd erkennen. Das bringt mich zur Frage der Motivation von Othmar von Matt, sich für einen fragwürdigenden Artikel instrumentalisieren zu lassen.

Oberst Dominik Knill, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft

Die SOG nimmt Stellung

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 04 2022.

Die SOG verurteilt die eklatanten Verletzungen von Menschen- und Völkerrecht in der Ukraine klar und deutlich. Zwischenstaatliche Kriege gehören offensichtlich keineswegs der Vergangenheit an. Die Wichtigkeit von Sicherheit hat in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung wieder zugenommen. Diese Sicherheit gibt es aber nicht umsonst. Es ist höchste Zeit, die Militärausgaben wieder aufzustocken.

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Medienmitteilung Delegiertenversammlung 2022: Die SOG erwartet politische Führung in Krisensituationen

Frauenfeld, 12. März 2022 – Die Chefin VBS, Bundesrätin Viola Amherd und der Chef der Armee (CdA), KKdt Thomas Süssli, erwiesen der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) ihre Ehre in Frauenfeld. Im Zentrum der Grussbotschaften standen die neuen Realitäten der Machtpolitik und die Konsequenzen für die Schweizer Armee. Sicherheit geht uns alle an und darf nicht zum Spielball der schweizerischen Innenpolitik werden. Corona hat uns vor Augen geführt, wie notwendig ein gutes Krisenmanagement ist. Die Machtprojektion durch Russland stellt unsere Sicherheitsordnung vor hohe Herausforderungen. Die SOG erwartet eine starke Führung von Politik und Armee.

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Solidarität polarisiert

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 01-02 2022.

Kann man Solidarität einfordern? Nein, sie ist wünschenswert, aber kein Gesetz. Im Frühling 2020 ist die Pandemie eine neue Erfahrung für uns alle gewesen. Diese Stimmung ist verflogen. Und doch, die Armee und der Zivilschutz leisten solidarisch subsidiäre Unterstützung. Danke.

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