Archiv der Kategorie: Allgemein

SOG Medienmitteilung. Zusammenlegung von Zivildienst (ZD) und Zivilschutz (ZS): Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) nimmt sie erfreut zur Kenntnis.

Bern, 2. November 2022
Die Schweizerische Offiziersgesellschaft setzt sich für eine starke und glaubwürdige Milizarmee ein. Sie verlangt von der Politik, dass die Sicherheitsinstrumente Armee und Zivilschutz prioritär und ausreichend alimentiert werden. Sie nimmt mit grosser Zufriedenheit zur Kenntnis, dass die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats (SiK-N), nach ihrer Sitzung vom 2. November 2022, die Zusammenlegung des Zivildienstes (ZD) mit dem Zivilschutz (ZS) rasch möglichst umsetzen will.

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Alle wollen wir Frieden, aber welchen?

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 11 2022.

Wenn es stimmt, dass es mehr Wahrnehmungen gibt, als Wahrheiten, und dass der Umgang mit der Wahrheit ein erstes Kriegsopfer sein soll, dann trifft beides auf den Krieg in der Ukraine zu. Nicht umsonst sprach Carl von Clausewitz vom Nebel des Krieges. Das sich dieser bald lichtet, ist kurzfristig unwahrscheinlich, es sei denn, der Krieg wird reif für einen Verhandlungsfrieden.

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Wer sich wehrt, wird geehrt. Wer sich duckt, wird bespuckt.

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 10 2022.

Zwei zerstrittene Parteien suchten Rat bei einem weisen Gelehrten. Dieser hörte sich die eine Partei an, überlegte und sagte: «Sie haben recht». Dasselbe bei der anderen Partei: «Sie haben recht». Da wandte sich der Schüler zum Gelehrten: «Sie können doch nicht beiden Parteien recht geben!» Dieser antwortete: «Und auch Sie haben recht».

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«Was lange währt, wird endlich gut»

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 09 2022.

Wirklich? Wie bei vielen Sprichwörtern und Redewendungen ist es eine Frage der Perspektive und Wahrnehmung. Mal ist es Wunsch und Hoffnung, dann wieder Ratschlag und Ermunterung. «Wer Gutes tut, bekommt Gutes zurück» soll trösten oder zu selbstlosem Handeln anregen. In der Politik und im Militär ist diese gutgemeinte Redewendung zu kurz gegriffen. Ja, sie ist gleichermassen naiv und unverantwortlich, weil nicht abgesichert.

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Air2030 – Botschaft zur Volksinitiative «Stopp F-35» bis zur Wintersession

Bern, 24.08.2022 – Das VBS hat den Bundesrat an seiner Sitzung vom 24. August 2022 über den aktuellen Verfahrensstand und das weitere Vorgehen bezüglich der Volksinitiative «Stopp F-35» informiert. Das VBS wird die Botschaft so rasch als möglich erarbeiten und dem Bundesrat unterbreiten. Der geforderte Zeitplan der Initiantinnen und Initianten, die Volksabstimmung vor Auslaufen der Gültigkeit der Offerten im März 2023 abzuhalten, ist nicht möglich. Die Botschaft soll dem Parlament bis zur Wintersession überwiesen werden. Eine Verzögerung der Beschaffung des F-35A hätte schwere Folgen für die Sicherheit der Schweiz.

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Trau, schau, wem!

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 08 2022.

Vertrauen ist eine soziale Haltung, die in unsicheren oder risikohaften Situationen einer Handlung auftritt. Vertrauen beinhaltet die Überzeugung, dass darin keine Täuschung oder Unwahrheit liegt. Vertrauen und Misstrauen haben gemeinsam, dass Erwartungen an andere bestehen.

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«Trau keinem, der nie Partei genommen.» Gottfried Keller (1819 – 1890)

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 07 2022.

Die Schweizer Neutralität ist bewaffnet, dauernd und selbstgewählt. Von gewissen Kreisen wird die Verteidigung dieser Werte als Schwäche und Trittbrettfahrertum abgetan. Der Bundesrat sieht sich mit Unverständnis konfrontiert. Die Handlungen der Schweiz werden von anderen Staaten aufmerksamer beobachtet, als wir dies gemeinhin annehmen. Neutralität und Rüstungsexporte sorgen für hitzige und kontroverse Debatten in den nationalen Räten und in der Bevölkerung.

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Die Welt ist nicht geheizt

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 06 2022.

Die Neutralität der Schweiz ist international anerkannt. Allerdingst stellt der Krieg in der Ukraine die bestehende internationale und vor allem europäische Sicherheitsordnung infrage. Angesichts des russischen Angriffskriegs ist die Versuchung in gewissen politischen Kreisen gross, sich zu Waffenlieferungen an die Ukraine hinreissen zu lassen. Übereifer und Hektik sind gerade in der aktuellen Situation fehl am Platz. Die Schweizer Neutralitätspolitik ist dynamisch und ermöglicht bereits heute einen Handlungsspielraum.

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Die SOG nimmt Stellung

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 05 2022.

«Gewalt ist nie eine Lösung.» Wirklich? Gerade die Anwendung des Gewaltmonopols kann für Nationalstaaten von existentieller Bedeutung sein. Unsere postheroische Gesellschaft konnte den Krieg in der Ukraine nicht verhindern, während der Heroismus uns am empfindlichsten Punkt treffen kann: Er führt uns unsere eigene Unzulänglichkeit vor Augen.

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Leserbrief des SOG Präsidenten an das St. Galler Tagblatt

Als Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) bin ich enttäuscht über den Artikel und höchst irritiert über die Kritik am Besuch der Bundesrätin Viola Amherd an unserer Delegiertenversammlung in Frauenfeld vom 12. März. Der unseriöse Artikel, mit plakativen Vorwürfen an die Adresse der Politik und Armeekader, mag die Armeekritiker und Armeeabschaffer*innen freuen. Der pauschale Rundumschlag verunsichert jedoch die Mehrheit der Leser*innen in einer Zeit, in der das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zunimmt. Der Unmut der Offiziere dürfte sich wohl eher gegen Medien richten, die mit einer tendenziösen Berichterstattung die Milizarmee schwächen. Die SOG ist eine, wenn auch die stärkste, militärische Milizorganisation. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Chefin VBS der SOG, trotz dem vollen Terminkalender, ihre Ehre erweist, das rechnen wir ihr hoch an. Dem Journalisten sind einige Details entgangen. Protokollarisch wurde im Vorfeld der DV vereinbart, dass der Gastgeber die Bundesrätin nach dem Thurgauer Lied und vor dem statutarischen Teil verabschieden würde. Dass Frau Amherd bereits 20 Min vor Beginn der DV eingetroffen ist, sich Zeit genommen hat, Offiziere, Gäste und Politiker*innen persönlich zu begrüssen und nach dem Verlassen durch den zweiten(!) Hauptausgang diverse Interviews, inkl. SRF, gegeben hat, wird geflissentlich ausgeblendet.

In meiner Funktion kann und möchte ich zu weiteren Aussagen im gleichen Artikel nicht detailliert Stellung nehmen. Nur, Gerüchte zu verbreiten ist schädlich und falsche Aussagen werden nicht wahrer, wenn sie öfter wiederholt werden.

Ein guter Artikel sollte für die Leserinnen und Leser einen Mehrwert an Information bringen. Diesen kann ich beim besten Willen nicht annähernd erkennen. Das bringt mich zur Frage der Motivation von Othmar von Matt, sich für einen fragwürdigenden Artikel instrumentalisieren zu lassen.

Oberst Dominik Knill, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft