Danke

Von Oberst Dominik Knill, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 10-2021.

Es ist für mich eine grosse Ehre und ein ausserordentliches Privileg, die Präsidentschaft der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) zu übernehmen. Mit Stolz und Respekt freue ich mich, diese wichtige Milizorganisation für die nächsten drei Jahre führen zu dürfen.

«Un chef cest celui qui a besoin des autres». Zutreffender könnte dieses Sprichwort nicht sein. Ich möchte an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Den Delegierten, die mich an der DV in Delémont mit grosser Mehrheit gewählt haben und mir damit ihr Vertrauen ausgesprochen haben.
Den Präsidenten und Präsidentinnen der Kantonalen Offiziersgesellschaften (KOG) und Fach-OG, die mich nach der Kandidatenanhörung als valablen Nachfolger für das SOG Präsidium vorgeschlagen haben. Der Findungskommission und dem SOG Vorstand, die mich nach einem transparenten Auswahlverfahren in die nächste Runde schickten. Dem Vorstand der KOG Thurgau, die mich als Kandidaten aufstellten und mir ihre volle Unterstützung zusagten. Meiner Familie, nahestehenden Freunden, Bekannten, Vorgesetzten, Kameraden und Kameradinnen, die mich ermunterten und meine zeitweisen Zweifel überzeugend aus dem Weg räumten.
Meinem Vorgänger, Stefan Holenstein, der mich professionell in das Amt einführte und mir eine gut geführte SOG übergab. Die SOG ist gut aufgestellt und bereit für kommende Herausforderungen. Die Kontinuität ist gewährleistet.
Wegen Covid-19 musste die DV um sechs Monate verschoben werden. Stefan Holenstein führte die SOG mit dem gleichen Elan und Engagement weiter, wie er die SOG in den vergangenen fünf Jahren geführt hat. Dafür gebührt ihm ein spezieller Dank.

Rückblick – Verdienste von Oberst i Gst Holenstein
Der Amtsantritt nach der DV 2016 in Chur war schwierig. Angriffe auf die Funktion und Person waren belastend und zeitraubend. Stefan Holenstein hatte in dieser schwierigen Zeit den Fokus SOG nie aus den Augen verloren und sie nachhaltig geprägt. Nachfolgend einige der wichtigsten Meilensteine und Erfolge:

  • Reorganisation 2018/2019 der SOG in struktureller und personeller Hinsicht. Mit der Statutenrevision wurde der Vorstand von 30 auf 14 Personen reduziert, mit klaren Aufgabenzuteilungen und Ressorts. Die Präsidentenkonferenz (PK) erhielt mehr Kompetenzen und wurde als neues Organ eingeführt.
  • Grundlegende, rasche Sanierung der SOG-Finanzen 2017 ff., die 2016 in gehörig in Schieflage waren. Mit einem rigorosen Sparkurs, einem neuen Finanzchef, angepassten Finanzstrukturen, einem effizienten und kostengünstigen Generalsekretariat, sowie der Gewinnung finanzkräftiger Drittpartner ist die SOG heute wieder in der Lage, Reserven für Abstimmungen und Kampagnen zu bilden.
  • Tatkräftige Unterstützung und gute Zusammenarbeit mit dem VBS sowie der Armeeführung, etwa bei der Umsetzung der WEA und weiteren armee- und sicherheitspolitischen Fragen.
  • Die SOG, zusammen mit den KOG und Fach-OG, galt als tragendes Element in der Kampagnenführung NKF, mit der erfolgreichen Abstimmung vom 27.09.2020
  • Die SOG, als Treiber im Ausbau des sicherheitspolitischen Dialogs mit der Basis und damit verbunden, die Gründung der Allianz Sicherheit Schweiz (ASS), entstanden aus dem Verein für eine sichere Schweiz. Die SOG mit der ASS bereitet sich vor, sich bei Abstimmungen entschieden gegen eine Schwächung der Armee einzusetzen.
  • Seit Jahren setzt sich die SOG für die Frauenförderung und mehr Frauen in der Armee ein. Die SOG begrüsst den vom VBS kürzlich publizierten Bericht zur Erhöhung des Frauenanteils in der Armee. Das SOG Ressort «Miliz und Wehrwille» setzt sich 2021 intensiv mit der Thematik der Frauenförderung auseinander. Ein erster umfangreicher Bericht konnte der Departementsvorsteherin und der Armeeführung vorgelegt werden.

Ausblick – Fokus des neuen Präsidenten
Als neuer Präsident fasse ich meine Ziele mit DAB zusammen. In der Diskussion über Dienstpflichtsysteme muss gewährleistet sein, dass der Armee und dem Zivilschutz genügend Bürgerinnen und Bürger zugeteilt werden. Sicherheitspolitik muss Vorrang haben.
Bei der Alimentierung müssen weitere Abgänge von dienstpflichtigen Männern gestoppt werden. Mit einer gezielten Frauenförderung soll die magere 1% Schwelle bald der Vergangenheit angehören. Zusammen stellen Männer und Frauen den Armeebestand sicher.
Für zukünftige Beschaffungen gilt es, das Gesamtsystem Armee stets im Auge zu behalten. Die Bundesverfassung ist kein Handbuch für Rüstungsbeschaffungen. Die bevorstehende Initiative der Armeegegner ist mit dem Volks- und Ständemehr klar abzulehnen. Die Beschaffungen für das Heer sind zügig anzugehen und umzusetzen.

Ich freue mich sehr auf eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit mit der Politik, der Armeeführung, den Sektionspräsidenten und ihren Mitgliedern, dem Vorstand mit dem Generalsekretariat, sowie allen Institutionen, die die Armee tatkräftig unterstützen.

Willst du schnell gehen, geh alleine, willst du weit gehen, gehe zusammen mit anderen.  Afrik. Sprichwort.

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