Medienmitteilung – Fraueninklusion – wichtig und dringlich für die Zukunft der Milizarmee!

Bern, 8. März 2021. – Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) setzt sich seit Jahren aktiv für Massnahmen zur Frauenförderung in der Armee ein. Sie erachtet das Thema „Fraueninklusion“ nicht nur als sicherheitspolitisch relevant, sondern auch als wichtig und dringlich für die Zukunft der Milizarmee. Deshalb hat sie Ende 2020 das Projekt „Armee und Fraueninklusion“ lanciert. Die SOG begrüsst den heute am Internationalen Tag der Frau vom VBS publizierten Bericht mit den darin enthaltenen Massnahmen für die Inklusion der Frauen in die Armee.

Der SOG war die Frauenförderung in der Milizarmee seit Jahren ein grosses Anliegen, weshalb sie dem VBS immer wieder konkrete, umsetzbare Massnahmen vorgeschlagen hatte. Leider wurden diese bisher nicht berücksichtigt, so dass der Frauenanteil in der Armee weiter konstant unter der 1%-Marke verharrt. Die gesellschaftlichen Entwicklungen sowie das Jubiläum „50 Jahre Frauenstimmrecht 2021“ haben die SOG veranlasst, einen Schritt weiter zu gehen und sich Ende 2020 neu zu organisieren. Neu erarbeitet die SOG gemeinsam mit ihren Mitgliedern Informationen und Themen zur Armee und macht diese auf einer allgemein zugänglichen Plattform für alle Interessierten frei zugänglich. Die SOG hat für das erste so geführte Projekt bewusst das sicherheitspolitisch bedeutsame Thema „Armee und Fraueninklusion“ gewählt. Sie will damit ein deutliches Zeichen setzen.

Begrüssenswerter VBS-Bericht für mehr Frauen in der Armee
Vor diesem Hintergrund begrüsst die SOG den heute vom VBS vorgestellten Bericht und die darin aufgeführten Massnahmen zur Inklusion und zur Erhöhung des Frauenanteils in der Armee. Wir unterstützen die im Bericht vorgeschlagenen Kommunikations- und Informationsmassnahmen, die Massnahmen für die verbesserte Vereinbarkeit von Militärdienst, Ausbildung, Beruf und Familie sowie insbesondere die seit langem überfälligen baulichen Anpassungen bei den Unterkünften und Räumlichkeiten. Die erneute Errichtung einer Dienststelle für Frauen innerhalb der Armee erachtet die SOG ebenfalls als sinnvoll.

Schwachpunkt des Berichts: kein Orientierungstag für Frauen
Mit Bedauern nimmt die SOG indes zur Kenntnis, dass der wichtige obligatorische Orientierungstag für Frauen erneut, gestützt auf das im Bericht erwähnte Kurzgutachten Schindler/Egli, an der Hürde der Verfassungsänderung scheitert. Wir sind uns dieser Problematik bewusst, hätten uns aber gewünscht, dass alternativ eine weitere Verfassungsrechtlerin oder ein weiterer Verfassungsrechtler beauftragt worden wäre, ein Zweitgutachten zu verfassen.

Die SOG erwartet nun, dass die im Bericht vorgeschlagenen Massnahmen rasch angepackt und umgesetzt werden. Sie arbeitet bei Bedarf gerne in den VBS-Arbeitsgruppen mit. Das Ziel der SOG ist, dass ein möglichst schneller und grosser Mehrwert aus dem SOG-Projekt „Armee und Fraueninklusion“ und den VBS-Massnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Armee für die gemeinsame, sicherheitspolitisch wichtige Sache resultiert.

Ein Gedanke zu „Medienmitteilung – Fraueninklusion – wichtig und dringlich für die Zukunft der Milizarmee!

  1. Jürg Dangel

    Wieso setzt sich die SOG nicht für die Wehrpflicht der Frauen ein? Im Sinne der überall gefeierten Gleichberechtigung wäre doch endlich auch, wie in Norwegen, die Militärdienstpflicht der Frauen einzufordern.

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