Endspurt – kämpfen wir beharrlich und entschlossen!

Von Oberst i Gst Stefan Holenstein, Präsident SOG. Erschienen in der ASMZ-Ausgabe 09-2020.

Das breit aufgestellte nationale Komitee „JA zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge“ läutete anlässlich seiner Medienkonferenz am 11. August 2020 in Bern die „heisse“ und vorentscheidende Abstimmungsphase ein. Es sind ab jetzt noch knapp vier Wochen bis zum 27. September, Wochen, in denen die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) für den Fortbestand der Luftwaffe weiterhin alles geben und um jede einzelne Ja-Stimme kämpfen wird.

Das krisengeschüttelte Jahr 2020 deckte schonungslos auf, dass wir auf die verschiedensten, auch undenkbaren Gefahren rechtzeitig vorbereitet sein müssen. Jedes souveräne Land organisiert sich in einer Krise selbst. Es wäre trügerisch, geradezu fahrlässig, im Krisen- und Notfall auf internationale Unterstützung zu vertrauen. Der Schutz und die Sicherheit unserer Bevölkerung sind staatliche Grundpfeiler, die der Schweiz Stabilität und Wohlstand garantieren. Für diese Garantie steht unsere Armee und dafür ist die Luftwaffe unerlässlich.

Schutz in jeder Situation
Schutz und Sicherheit in unserer schönen, unvergleichlichen Schweiz gewährleistet ein professioneller Verbund von Polizei, Feuerwehr, Ambulanz, Zivilschutz und Armee zu Land und in der Luft. Jedes einzelne Glied dieser Sicherheitskette ist wichtig und benötigt die entsprechenden Fähigkeiten sowie Mittel, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Unsere Kampfflugzeuge stehen seit 1978 bzw. 1996 im Einsatz und erreichen spätestens 2030 das Ende ihrer Lebensdauer. Sie sind zwingend zu ersetzen. Es gibt keine Alternativen hierzu, und wir haben keine Zeit für irgendeinen Aufschub.

Neutralität bedingt eigene Luftwaffe
Auftrag der Luftwaffe ist es, den Luftraum zu überwachen, zu kontrollieren, zu verteidigen und Aufklärung aus der Luft zu betreiben. Wären wir in Krisenzeiten bei der Sicherung des Luftraums auf ausländische Hilfe angewiesen, so wäre dies mit unserer Neutralität nicht vereinbar. Wir sind völkerrechtlich dazu verpflichtet, eine eigene Armee, Luftwaffe inbegriffen, zu haben. Ein klares Ja zu neuen Kampfjets ist deshalb ein international bedeutsames Signal, dass es die Schweiz mit der Bewahrung ihrer Unabhängigkeit und Neutralität ernst meint.

Drei Kernbotschaften
Während der symbolischen Dauer einer Liftfahrt (Elevator Pitch) sind unentschlossene Bürgerinnen und Bürger am Arbeitsplatz und im persönlichen Umfeld mit folgenden drei Kernbotschaften zu überzeugen:

Appell Herz: Die Kampfjets sind Teil des umfassenden Sicherheitsverbunds Schweiz; sie schützen nicht nur den Luftraum, sondern unser Land und unsere Familien.

Appell Kopf: Die F/A-18 sind veraltet; es geht um die Gesamterneuerung der Luftwaffe, um eine Einheitsflotte – nicht um einen Teilersatz wie beim Gripen.

Appell Kosten (Portemonnaie): Die Beschaffungskosten von 6 Mrd. CHF (und nicht 18 Mrd. CHF oder 24 Mrd. CHF) sind eine notwendige, angemessene Versicherungsprämie, eine Investition für mindestens 30 Jahre, dem ordentlichen Armeebudget entnommen. Das Geld fehlt somit nicht „woanders“.

Endspurt
Aus Sicht der SOG, der KOG und Fach-OG bleibt Folgendes zu tun: Engagieren wir uns mit aller Energie in den Stützpunkten, indem wir die Kampagnenprodukte wie Flyer, Karten, Autokleber, Plakate und Give-Away, z. B. die Mini-Hüppen oder Pins, bestellen und verteilen (vgl. www.sicherheit-ja.ch). Lassen wir unsere Online-Community auf Social Media weiterhin markant anwachsen. Bestellen wir kostenlos ein Testimonial und verbreiten es via unsere Social-Media-Kanäle. Schreiben wir einen sachkundigen Leserbrief, damit unsere Argumente unablässig gehört werden. Auch Standaktionen eignen sich hervorragend hierfür (Personal mit Mundschutz) – selbst im heutigen digitalen Zeitalter. Es ist auch noch nicht zu spät, einen passenden und packenden Anlass durchzuführen. Machen wir uns bemerkbar, zeigen wir Flagge und kämpfen wir bis zum letzten Tag beharrlich und entschlossen!


In eigener Sache: Nachfolgeregelung SOG-Präsidium
Der amtierende SOG-Präsident wird an der Delegiertenversammlung (DV) vom 13. März 2021 in Delémont JU die statutarische Amtsdauer von maximal fünf Jahren erreicht haben und zurücktreten. Die SOG-Findungskommission hat das Nominierungs- und Auswahlverfahren für die Nachfolgeregelung eröffnet. Das Anforderungsprofil ist definiert und den SOG-Sektionen zugestellt worden. Diese sind eingeladen, Kandidatinnen und Kandidaten für das SOG-Präsidium bis spätestens am 11. September 2020 dem Generalsekretariat via office@sog.ch zu melden. Kandidaturen aus allen Landes- und Sprachregionen sind erwünscht. Das Vorschlagsrecht für Wahlvorschläge an die DV steht dabei einzig den Sektionen, der Präsidentenkonferenz (PK) und dem Vorstand der SOG zu. Einzelvorschläge ohne Antrag und Abstützung einer Sektion, der PK oder des Vorstands sind ausgeschlossen.

Ein Gedanke zu „Endspurt – kämpfen wir beharrlich und entschlossen!

  1. Neuweiler

    Der Präsident der SOG, Oberst i Gst Stefan Holenstein hat einmal mehr mit klaren Worten aufgezeigt, was wir tun müssen um eine glaubhafte Armee mit NKF und BODLUV und die übrige Armee zu erhalte, ja zu stärken. Eine Armee ohne NKF und BODLUV ist nicht glaubhaft und für einen Wehreinsatz untauglich. Geben wir der Armee die vernünftigen Mittel innerhalb dem Budget der Armee, wie wir das bei den Sozialleistungen, dem Verkehr und den andren Posten auch tun. Kämpfen wir bis zum Schluss – und bekämpfen wir die unredlichen Aussagen der Gegner .

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