SOG gegen die EU-Waffenrichtlinie. Positionspapier

Bern, 4. Februar 2019. – Gestützt auf die am 26. Januar 2019 in Bern durchgeführte Präsidentenkonferenz der kantonalen Offiziersgesellschaften und Fach-Offiziersgesellschaften spricht sich die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) gegen eine Verschärfung des Schweizer Waffengesetzes und damit gegen die Übernahme der EU-Waffenrichtlinie aus, über die das Volk am 19. Mai 2019 abstimmen wird.

Die SOG stellt sich somit gegen eine Verschärfung des Schweizer Waffengesetzes. Im Abstimmungskomitee nimmt sie nicht Einsitz. Sie wird jedoch die Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz (IGS), die das Referendum angestrebt hat, mit einem finanziellen Beitrag unterstützen. Im Weiteren ist es den 40 Mitgliedsorganisationen der SOG freigestellt, in welcher Form sie sich im Abstimmungskampf engagieren wollen.

Wie die SOG schon mehrfach erläutert hat, schiesst die EU-Waffenrichtlinie am Ziel vorbei, indem sie den legalen Waffenbesitzer, nicht aber den gefährlichen Handel mit illegalen Waffen trifft. Das liberale, dem Milizwesen verpflichtete Schweizer Waffenrecht wird unnötig eingeschränkt. Denn die EU-Waffenrichtlinie stellt keine nachhaltige Massnahme gegen die terroristische Bedrohung in der Schweiz dar.

8 thoughts on “SOG gegen die EU-Waffenrichtlinie. Positionspapier

  1. Jürgen Schnabel

    Die neue EU-Waffenrichtlinie mag am Ziel vorbeischiessen, aber sie ist beschlossene Sache.

    Wie stellt sich die SOG ohne Übernahme der EU-Waffenrichtlinie den Verbleib der Schweiz im „Schengen-Raum“ vor? Hält es die SOG für vertretbar, im Interesse eines Erhaltes des bisherigen Waffenrechts nötigenfalls aus dem „Schengen-Raum“ wieder auszuscheiden?

    Das sind Fragen, auf die ich im Positionspapier vergeblich eine Antwort suche.

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    1. Sennhauser Thomas

      Dann hilft vielleicht ein Blick in den Vertrag, die Schweiz fliegt nicht einfach aus dem Schengenraum, man hat noch sechs Monate Zeit, um eine Lösung zu finden.
      Der EU dürfte auch nichts daran liegen, dass die Schweiz kein Partner mehr wäre. Warum ? Man stelle sich einmal vor, wo sich potentielle Terroristen dann verstecken könnten.

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    2. swiss_spitfire

      Genau Jürgen,
      Hier wird auf Kosten der Offiziersehre und des Rufes der Armee reine SVP-Aussenpolitik gemacht. Pfui! Ich will als Offizier nicht mit dieser rückwärtsgewandten, nationalistischen und isolationistischen Ideologie in Verbindung gebracht werden!

      Oberstlt Peter Maurer
      Berufsoffizier

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  2. Adrian

    Vielen Dank für die Unterstützung. Diese Nachricht ist wie Balsam für einen Offizier und „Legal“Waffenbesitzer.

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  3. Hess

    SOG – Was seid ihr doch alles für „Hasenfüsse“ – auch mit dem bisherigen Waffenrecht werdet ihr keinen Krieg gewinnen! Aber es stärkt vielleicht euer männliches Ego!

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  4. Lorenz S

    SOG, kämpft wie es sich für Offiziere gehört gegen diese EU-Waffenrichtlinie.
    Es ist schon traurig genug, dass der CdA (Chef der Armee) dieses unterstützt, das ist für mich ein Grund die Armee in Frage zu stellen, der CdA soll nur so weitermachen, dann gibts die Schweizer Armee bald nicht mehr!

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  5. swiss_spitfire

    Ganz falsch Lorenz…
    „Es ist schon traurig genug, dass“ Sie unter dem Deckmantel der Armee hier rechte Isolationspolitk betreiben. Tatsache ist nämlich genau das Gegenteil, solange die Vertreter Ihrer politischen Ideologie glauben, die Armee gehöre Ihnen, dann gibt es bald keine Armee mehr! Glücklicherweise ist Ihre Fraktion immer noch eine politische Minderheit (und ich hoffe für uns Alle, dass das auch noch lange so bleibt.)

    Besten Dank dem CdA und allen Offizieren, die sich für eine breitabgestützte Armee und eine offene Schweiz einsetzen!

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