SOG begrüsst JA des Parlaments zur WEA

medienmitteilung_schnittDas Parlament sichert mit seinem JA zur Weiterentwicklung der Armee (WEA) die Rahmenbedingungen für eine glaubwürdige Milizarmee und eine Sicherheitspolitik, die auf die modernen Bedrohungen ausgerichtet ist. Es gibt der Armee die dringend benötigten Mittel, um den aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Sicherheit wirksam zu begegnen. 

Das Parlament hat die «raison d’être» der Armee – den Erhalt der Verteidigungsfähigkeit – weiter gestärkt, indem es die Eckwerte der WEA mit den 100’000 Angehörigen der Armee, dem Budget von CHF 5 Milliarden, den drei Panzerbrigaden bestätigt und die sechs Wiederholungskursen à drei Wochen belassen hat. Das gibt die nötige Rechtssicherheit, um die Armee auf eine stabile, zukunftsfähige Basis zu stellen.
Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) stellt mit Genugtuung fest, dass ihre Verbesserungsvorschläge nachhaltig zur Kenntnis genommen und in die Verbesserung der Botschaft eingeflossen sind. Die SOG ist der klaren Überzeugung, dass diese Weiterentwicklung der Schweizer Armee dringend nötig ist, um die Mängel aus den vorherigen Reformen und in der aktuellen Armee endlich zu beheben.
Der frisch gewählte SOG-Präsident, Oberst i Gst Stefan Holenstein, begrüsst den Entscheid: «Nachdem das Parlament die notwendigen Korrekturen an der Vorlage des Bundesrates endlich vorgenommen hat, haben wir mit der WEA eine sehr gute und tragfähige Basis, um unsere Milizarmee substanziell zu verbessern und nachhaltig weiter zu entwickeln. Die Vorlage, wie sie heute vom Nationalrat verabschiedet wurde, ist politisch und finanziell ausgewogen. Wir entwickeln damit eine Armee, die wir brauchen und einsetzen können.»

Die Unterstützung eines allfälligen Referendums gegen die WEA kommt für die SOG unter diesen Vorzeichen nicht in Frage. «Ein Referendum – sollte es denn wider Erwarten zu Stande kommen und gar Erfolg haben – würde den ganzen Prozess unverhältnismässig verzögern, die heutigen Missstände unserer Armee noch für Jahre zementieren und die Armee letztlich unglaubwürdig machen», befürchtet SOG-Präsident Holenstein.

Kontakt
Oberst i Gst Stefan Holenstein, Präsident, +41 79 241 59 57
Oberst i Gst Marcus B. Graf, Vizepräsident, +41 79 670 86 16
Oberstleutnant Stefano Giedemann, Vizepräsident, +41 79 239 58 82
Maj Daniel Slongo, Generalsekretär, +41 79 658 69 47

4 Gedanken zu „SOG begrüsst JA des Parlaments zur WEA

  1. Willy P. Stelzer

    Phantastisch, dass die SOG in der WEA-Armee drei Pz Br feststellt. Wie sieht die Ordre de Bataille tatsächlich aus? Wie viele Leopard 2 und Spz 2000 werden total eingesetzt? Sind im Rüstungsprogramm 2016 denn tatsächlich die KAWEST der 96 vom CdA eingelagerten Leopard 2 beschlossen worden? Oder haben wir es erneut mit einer dritten Luftschloss Pz Br zu tun?
    Major d Pz Trp a D Willy P. Stelzer – ehemals Kdt Pz Bat 20/Of im Stab FAK 2 – ehemaliges Mitglied Eidg. Panzerkommission

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  2. Beda Düggelin

    Nun muss die SOG ihren Mitgliedern nur noch erklären, wie sie den Sicherheitspolitischen Bericht des Bundesrates ablehnen, der WEA aber zustimmen konnte?

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  3. Willy Gerber

    Armeereform rasch und konsequent umsetzen

    Die Diskussionen um die Weiterentwicklung der Armee WEA sind geführt, das Parlament hat nach einigem hin und her entschieden und den Rahmen abgesteckt. Für jeden verantwortungs- und pflichtbewussten Armeebefürworter heisst es nun „verstanden“ und „Auftrag ausführen“. Wie üblich, bewegen sich die für die Auftragserfüllung zur Verfügung stehenden Ressourcen am untersten Limit. Trotz der verschärften Sicherheitslage ist es jedoch eine Illusion zu glauben, im jetzigen politischen und finanziellen Umfeld mehr herausholen zu können. Deshalb gilt es auch in diesem Falle, die Probleme mit den vorhandenen Mitteln bestmöglich zu lösen und nicht zu bekämpfen. Hauptziel der WEA ist bekanntlich die Eliminierung der gravierendsten Fehler der vorangegangenen Reformen mit einer zwar verkleinerten, jedoch modernen, vollständig ausgerüsteten, gut ausgebildeten und rasch einsetzbaren Armee. Wer jetzt noch Fundamentalopposition betreibt, setzt die Sicherheit und die Glaubwürdigkeit des Landes grobfahrlässig aufs Spiel. Mit einem „Nein“ zur WEA würde nur ein irreparabler Scherbenhaufen produziert, dringend notwendige Verbesserungen verhindert und den Armeeabschaffern in die Hände gespielt. Deshalb sind alle Armeebefürworter im Interesse der Sache zu Vernunft und Geschlossenheit aufgerufen!

    Willy Gerber

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    1. Beda Düggelin

      Sehr geehrter Herr Gerber
      Ich kenne sie nicht, aber haben Sie auch schon mal mit Ihrem direkten Nachbarn über die WEA gesprochen? Weiss Ihr Nachbar worum es geht? Haben Sie ihm die WEA als das Ideal für die Lösung aller anstehenden Probleme im VBS verkauft? Die WEA und die früheren Armeereformen haben längst den von Ihnen beschriebenen Scherbenhaufen produziert, nur leider ist der Souverän darüber nicht ins Bild besetzt worden. „Vortäuschung falscher Tatsachen“ im Massstab 1:1!!
      Leider sind Sie selbst bereits völlig eingeknickt, wenn Sie eine solche WEA als beste Lösung unterstützen!

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