Die SOG sagt JA zum Gripen und fordert 5 Milliarden Franken für die Weiterentwicklung der Armee

Die Delegierten der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) fassten an ihrer Delegiertenversammlung einstimmig die JA-Parole für das Gripen-Fondsgesetz, das am 18. Mai 2014 zur Abstimmung kommt. Die SOG bekräftigte ihre Forderung nach einem Armeebudget von CHF 5 Mrd. ab 2016.
Neben der Behandlung der statutarischen Traktanden unterzeichnete der Präsident einen Freundschaftsvertrag mit der französischen Union National des Officiers de la Réserve (UNOR). 

An ihrer Delegiertenversammlung haben die Offiziere der SOG einstimmig die JA-Parole für das Gripen-Fondsgesetz gefasst. Präsident Brigadier Denis Froidevaux erläutert dazu: «Die SOG hat den Ersatz der veralteten Tiger-Flotte von Beginn weg immer unterstützt. Dabei stand stets im Vordergrund, dass eine glaubwürdige Armee als Gesamtsystem über die notwendigen Mittel und Ausrüstungen verfügt, damit sie ihren vom Volk zugewiesenen, verfassungsmässigen Auftrag erfüllen kann. Mit dem Gripen und der gewählten Finanzierung über einen Fonds, können die Tiger ersetzt und die Fähigkeiten der Luftwaffe wieder komplettiert werden.» Diese Lösung ermöglicht ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Teilbereichen der Armee – Bodentruppen, Luftwaffe, Unterstützungsbereiche. Die Finanzierung über einen Fonds hat zudem den Vorteil, dass der Gripen über das ordentliche Armeebudget finanziert werden kann und keine Sonderfinanzierung gesucht werden muss, mit der bei anderen Departementen gespart werden müsste. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz können mit der richtungsweisenden Abstimmung wählen, welchen Grad an Sicherheit sie wünschen.

Weiterentwicklung der Armee
Die SOG hat auch ihre Forderungen bezüglich der Weiterentwicklung der Armee noch einmal bekräftigt. Der Präsident rief die vier Punkte in Erinnerung:

  • Das Respektieren der Raison d’être einer Armee, der Verteidigung in einem modernen Sinne und in den drei Dimensionen Boden, Luftraum und Cyberspace.
  • Ein Armeebestand mit minimal 100’000 Angehörigen
  • Ein Armeebudget von CHF 5 Mrd.
  • Das durchgängige Festhalten am Prinzip Milizarmee (beispielsweise mit einer flexiblen WK-Dauer von 2 bis 3 Wochen)

Br Froidevaux hat deutlich unterstrichen, dass diese vier Kriterien nicht verhandelbar sind und dass die SOG bereit ist, diesen Forderungen mit allen Mitteln zu verteidigen, wenn sie nicht erfüllt werden.

Freundschaftsvertrag mit den französischen Offizieren der Reserve
Durch die Unterschrift auf dem Freundschaftsvertrag mit der französischen Union National des Officiers de la Réserve (UNOR) bekräftigten die beiden Offiziers-Dachverbände ihren Willen, künftig vermehrt und stärker zusammenzuarbeiten. Der Freundschaftsvertrag sieht vor, dass die beiden Organisationen als Interessensvertreter für die Wichtigkeit und Notwendigkeit glaubwürdiger Armeen, insbesondere des Schweizer Milizsystems beziehungsweise der französischen Reservisten auftreten. Ein gegenseitiger Informationsaustausch, Zugang zu Aktivitäten und Veranstaltungen der angeschlossenen Sektionen sowie der Austausch von Publikationen und Artikeln sind das Ziel der besiegelten verstärkten Zusammenarbeit.

Zum Abschluss der Delegiertenversammlung wandten sich Bundesrat Ueli Maurer und die schwedische Verteidigungsministerin Karin Enström an die versammelten Offiziere der SOG.

Kontakt:
Br Denis Froidevaux, Präsident, +41 79 214 14 22
Oberst i Gst Marcus B. Graf, Vizepräsident, +41 79 670 86 16
Major Daniel Slongo, Generalsekretär, +41 79 658 69 47

Medienmitteilung zur Delegiertenversammlung vom 15. März 2014

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